Marketingpsychologie

Emotionen und Entscheidungen

In der Marketingpsychologie geht es um die Wirkung einzelner Werbemaßnahmen.
Und darum sie bestmöglich einzusetzen. 

Was ist Marketingpsychologie?

Als Teil der Wirtschaftspsychologie korrespondiert sie mit der Markt- und der Verkaufspsychologie.
Studien werten das Verhalten und Reaktionen von Zielgruppen aus.
So geben die Ergebnisse Aufschluss darĂŒber, wie die Maßnahmen auf die potentiellen Kunden wirken. Auch ob sie erfolgreich sein werden.
Eine weitere Definition findet man außerdem im Wirtschaftslexikon

Wie funktioniert die Psychologie im Marketing?

Psychologische Studien  mit verschiedenen Zielgruppen und verschiedenen Maßnahmen bilden die Basis. Daraus lassen sich passende Handlungsschritte ableiten. 

Mit dessen Hilfe wird ein strukturierter Plan ausgearbeitet.
Hiermit steuert man genau, wann welche Marketingmaßnahmen, wie und in welchem Kanal umgesetzt werden.

Die Macht der Emotionen

Menschen langweilen sich schnell, da Reize sie tagtĂ€glich ĂŒberfluten. Und das bezieht sich nicht nur auf die Werbung.

Damit Inhalte im GedĂ€chtnis gespeichert bleiben, mĂŒssen Verbindungen geschaffen werden. Die Marketingpsychologie schafft dies zwischen Mensch und ProduktÂ ĂŒber Emotionen.

Jeder hat sicherlich schon einmal etwas schönes und aufregendes erlebt, an das er sich stets erinnern kann. Wenn nun ein Marketinginhalt bestimmte (positive) Emotionen auslöst, wird auch er besser erinnert. Das liegt an den Botenstoffen, z.B. Dopamin, die im Gehirn ausgeschĂŒttet werden. Und so verknĂŒpft sich dann das Produkt mit der AusschĂŒttung der Botenstoffe und einer positiven Emotion.

Diese Erkenntnis belegt auch die Studie «Das Ende des Konsums», nachfolgend ein Zitat aus dem Text: ‚Shopping im Gehirn statt im GeschĂ€ft

Die Dopamin-Economy basiert auf (solchen) Feedback-Schleifen: auf permanenter Interaktion, der Antizipation von WĂŒnschen, den richtigen Triggern und positiven Erlebnissen, die zur AusschĂŒttung von GlĂŒckshormonen im Hirn fĂŒhren.

GDI Gottlieb Duttweiler Institute, KPMG AG WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft

Welche Wege fĂŒhren zum Ziel?

Um nun die richtigen Emotionen bei der Zielgruppe auszulösen, nimmt man die Erkenntnisse der oben beschriebenen Studien zur Hilfe.

Welche Emotionen wir mit welchen Farben, Ansprachen, Hobbys oder Produkten verbinden, ist fest im Lymbischen System jedes Menschen verankert. Auch wie jeder Einzelne auf verschiedene Reize reagiert.
Weil jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen macht und mit unterschiedlichen Werten aufwĂ€chst, speichert er unterschiedliche Trigger-Reize ab. All diese Motive und Werte lassen sich auf einer Karte darstellen, die die Gruppe Nymphenburg zur VerfĂŒgung stellt.
Diese Karte lĂ€sst sich wie eine Landkarte fĂŒr die einzelnen Zielgruppen lesen und ansteuern. 

Man erhĂ€lt fĂŒr jede Zielgruppe den passende Reiz. Und kann so seine Marketingstrategie genau anpassen.

Limbisches System
Gehirn Areale - Limbisches System (rosa)

Wie beeinflussen diese Erkenntnisse das Konsumverhalten?

Die erzeugten Emotionen setzen bei dem potentiellen Kunden einen Anreiz. Er möchte die Emotionen öfter erleben.

Der potentielle Kunde lernt so, dass bestimmte Produkte oder Marken verknĂŒpft sind. Durch das wiederholte konsumieren der Inhalte wird das beworbene Produkt oder die Dienstleistung immer wieder in den Fokus gerĂŒckt.
Bei dem Kunden wird ein Verlangen geweckt. Er möchte sich das Produkt nachhause holen um so die Emotionen noch besser erleben zu können. Er hat hierdurch den Eindruck die Emotionen, immer wenn er möchte, aktivieren zu können. Auch wenn die Marketinginhalte gerade nicht verfĂŒgbar sind.

 

Wie wirken Farben im Marketing?

Bereits die Wahl der in der Kommunikation verwendeten Farben stellt die Weichen. Die Limbic Map nach Prof. HĂ€usel bildet ein System von Eigenschaften. Das System verteilt diese Eigenschaften zwischen den drei limbischen Grundtypen „Balance“, „Stimulanz“ und „Dominanz“. Diese Limbischen Typen werden von „inneren Antreibern“ beeinflusst. Sie kommen nicht in reiner Form vor, sondern werden als unterschiedliche „limbische“ Typen angesprochen.

Neben der inhaltlichen Ansprache lassen sich den Attributen auch Farben zuordnen. WĂ€hrend Orange, GrĂŒn und Gelb eher im Stimulanzbereich liegen, stehen Farben wie Blau, Silber oder Schwarz eher fĂŒr den Bereich zwischen Dominanz und Balance.

 

Im limbischen System werden ganz unterschiedliche Einordnungen vorgenommen. Hier werden auch andere Aspekte auf die Basis-Ellipse projiziert – WordrĂ€ume oder auch Einordnung von limbischen Typen. Umfassendere Infos dazu gibt es auf der Website des Entwicklers dieser Methode, Dr. Hans-Georg HĂ€usel.

Daneben hat sich auch das System der Sinus-Milieus etabliert. Diese Theorie unterscheidet sieben Personas fĂŒr die Zielgruppendefinition.

Welcher Farbentyp bist du?

Wem dieses ganze Farbenspiel bekannt vorkommt, liegt dabei sicherlich richtig. Aus der Persönlichkeitsanalyse ist beispielsweise das sogenannte DISC Modell in einem Àhnlichen Schema aufgebaut. Je nachdem welcher Charaktertyp du bist, so reagierst du auf entsprechende Reize. Dieses Modell kann als Schablone dienen, um beispielsweise die Ansprache im Marketing zu verfeinern.
Wenn du dich mit dem spannenden Thema einmal auseinandergesetzt hast, wirst du feststellen, in wieviel Lebensbereichen sich diese Erkenntnisse noch ĂŒbertragen lassen.

Du möchtest wissen, welcher Farben-Typ du bist? Hier kannst du den Test machen:
https://www.123test.com/de/DISG-Pers%C3%B6nlichkeitstest/ 

Wie wendet man Marketingpsychologie an?

Wie lassen sich nun Emotionen erzeugen?
Eine Methode ist das erstellen von Content ĂŒber das Storytelling, bei dem Bilder und Videos unterstreichend eingesetzt werden können.
Über Bilder können Emotionen besonders gut vermittelt werden, weil auf den ersten Blick ein starker Eindruck erzeugt wird.
Videos lassen eine sehr persönliche Kommunikation zu. Und je persönlicher die Kommunikation stattfindet, desto besser können sich potentielle Kunden mit der Marke oder dem Produkt identifizieren. 

 

Wie und wo kann ich Marketingpsychologie lernen?

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich an unterschiedliche Zielgruppen wenden:

  • Weiterbildung an unabhĂ€ngigen zugelassenen  Akademien. Abschluss: Zertifikat
  • Lehrgang an Hochschulen/Fernhochschulen. Abschluss: Zertifikat
  • Studium an der UniversitĂ€t/Hochshule/Fach-/Fern-Hochschule: Wirtschaftspsychologie. Abschluss Bachelor/Master

Noch mehr Wissen zum Thema:

Wikipedia liefert zu dem Bereichen

 

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