Digitalisierung & New Work

Digitalisierung & New Work. Produktivität im Home Office

Digitalisierung und New Work fokussiert sich auf digitales und modernes Arbeiten. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, gezielte Regeln und Zuständigkeiten abzuklären und Privates sowie Geschäftliches im Home Office zu trennen. Doch nicht nur die Organisation, sondern auch die wichtigen Tools, um remote arbeiten zu können, sind von großer Bedeutung.

Was ist New Work?

Nein, New Work ist keine Stadt, sondern bezeichnet grundsätzlich moderne, flexible Formen der Arbeit, die den Anforderungen der Zukunft gerecht werden sollen. 

 

Das Konzept New Work löst die Grenze zwischen Leben und Arbeit auf. Es bietet in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und demographischem Wandel alternative Ansätze. 

Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Flexibilität, Freiheit und Teilhabe an der Gemeinschaft sind die Grundsäulen des Konzepts. 

 

Strikte Vorgaben des Arbeitgebers werden durch alternative, flexible Konzepte ersetzt. Der Arbeitnehmer darf und soll mitgestalten, mitentscheiden und sich persönlich weiterentwickeln. 

 

 

Wer hat New Work erfunden?

Ein Obstteller ist nicht genug ...

Frithjof H. Bergmann
Porträtbild von Frithjof Harold Bergmann

Frithjof Harold Bergmann

Frithjof Harold Bergmann ist der Begründer des Konzepts New Work. Der Sozialphilosoph und Anthropologe wurde 1930 in Sachsen geboren, flüchtete vor dem Nazi-Regime nach Österreich und wanderte nach Kriegsende in die USA aus.  

Dort arbeitete er zunächst als Tellerwäscher, Preisboxer, Hafenarbeiter und Theaterautor. Zeitweise lebte er auf dem Land in der Selbstversorgung. Später entdeckte er dann die Philosophie für sich. Die Auseinandersetzung mit Arbeit und Freiheit wurde zu seiner Lebensaufgabe. 

Bergmann reiste zwischen 1976 und 1979 in verschiedene Ostblockländer. Durch seine Erfahrungen kam er zu dem Schluss, dass der Sozialismus keine Zukunft mehr habe. Fortan setzte er sich mit dem Kapitalismus auseinander und entwarf das Gegenmodell New Work. 

Mit seinem alternativen Konzept wollte Bergmann eine neue Kultur der Arbeit erschaffen. Sein Ziel war es, den Menschen und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu rücken. Arbeit sollte nicht mehr als bloßes Mittel zum Zweck verstanden werden. 

Frithjof Harold Bergmann starb 2021 in Ann Arbor, Michigan, USA. 

Wie funktioniert New Work?

Neue Arbeitsplatzmodelle

Hierarchische, zeitliche und örtliche Strukturen fallen weg, stattdessen gibt es Coworking Spaces, die inklusive technischer Ausstattung temporär angemietet werden können. Beim Desk Sharing gibt es keine fest zugeteilten Arbeitsplätze mehr. Außerdem können sich planmäßig an ihren Arbeitsplätzen abwechseln (Job Rotation) oder eine Vollzeitstelle teilen (Job Sharing). Ebenso ist der Ort der Arbeit nicht mehr auf das Büro beschränkt, sondern kann überall auf der Welt sein (Digitales Nomadentum, Home Office, Telearbeit). 

Neue Arbeitszeitmodelle

Die übliche Arbeitszeit von 40 Stunden an 5 Wochentagen gibt es nicht mehr, stattdessen besteht eine ergebnisorientierte Vertrauensarbeitszeit, die frei und flexibel eingeteilt werden kann. Neben einer 4-Tage-Woche oder einem 6-Stunden-Tag ist auch ein Langzeiturlaub oder Sabbatical, möglich, nach dem man seine Arbeit beim jeweiligen Unternehmen wieder aufnimmt. Beim Modell des unbegrenzten Urlaubs entscheidet der Mitarbeiter selbst, wie viele Urlaubstage er benötigt. 

Neue Arbeitsstrukturen

Projektarbeit prägt den New-Work-Alltag. Agile Methoden wie Scrum oder Kanban sorgen für Produktivität, Ansätze wie Design Thinking für kreative Entfaltungsmöglichkeiten. Dank kurzfristiger Ziele, kleiner Teams, kurzer Entscheidungswege und komplexer Netzwerke kann ein Team schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren. Menschen aus unterschiedlichen Abteilungen, mit verschiedensten Sichtweisen und Hintergründen arbeiten in Mixed Teams zusammen. Ein fluides Team hat gar keine festen Mitarbeiter mehr. Bei Virtuellen Teams kennen sich die Projektteilnehmer nicht persönlich, sie arbeiten von unterschiedlichen Orten aus an ihrem gemeinsamen Ziel. 

Neue Führungskultur

Führung 4.0 bedeutet, dass die Führungskraft sich vom Prinzip Command & Control löst und zum Projektmoderator und Coach wird, der die Eigenverantwortung seiner Mitarbeiter fördert. Strenge Hierarchien, starre Prozesse und strikte Handlungsanweisungen gibt es somit nicht mehr. Bei New Work sind Empathie, Vertrauen und Menschenkenntnis gefragt. Auch das Vorleben einer Vision spielt eine große Rolle, um eine größtmögliche Produktivität zu erreichen.  

Neues Bewusstsein

Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung stehen im Vordergrund. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und seine Bedürfnisse. Arbeits- und Privatleben sind nicht mehr voneinander getrennt (Work-Life-Blending), wodurch der Mitarbeiter räumliche und zeitliche Freiheit gewinnt. Man darf während der Arbeit privaten Dingen nachgehen, wenn man bereit ist, im Gegenzug berufliche Aufgaben in der Freizeit zu erledigen. Es sollen individuelle Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine größtmögliche Produktivität hervorrufen. 

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